Willkommen auf STEILKüSTEN.DE

steilküsten.de bietet Ihnen weiterführende Links auf Webseiten zum Thema Steilküste

Startseite > Kliffküste

Die '''Kliffküste''', auch '''Abbruchküste''' oder '''Abrasionsküste''' genannt, bezeichnet eine Küstenform, die durch das Wirken der Meeresbrandung auf eine Steilküste gestaltet wird.

Etymologie

Es handelt sich um ein romanisches Lehnwort, das seinen Ursprung in den des Binnenlands.<ref name="Torp">Hjalmar Falk, Alf Torp: ''Wortschatz der germanischen Spracheinheit.'' 5., unveränd. Aufl., Unveränd. Nachdr. d. 4. Auflage. von 1909, Göttingen 1979, ISBN 3-525-26405-4.</ref>

Bildung

Durch die ständige Arbeit der Meeresbrandung, der . Jedoch gibt es zwischen erst- und letztgenannten gewisse Unterschiede bezüglich der Gestalt der Küste.

Besonderheiten von Felsenkliffküsten

An Felsenkliffküsten aus relativ erosionsbeständigem Material wie Sandstein, Kalkstein oder Granit bildet sich vor dem Kliff die sogenannte Abrasionsplatte oder Felsschorre aus. Sie repräsentiert den unterhalb der Wasserlinie erhaltenen Fuß des Felsenkliffs. An Küsten mit ausgeprägten Gezeiten fällt sie regelmäßig trocken und bildet ein Felswatt. Bei einer tektonischen Hebung der Küste können diese Abrasionsflächen als Küstenterrassen aufsteigen, an deren Höhenlage relativ zum Meeresspiegel sich unter Berücksichtigung der eustatischen Meeresspiegelschwankungen der Betrag der erfolgten Hebung ablesen lässt. An Kliffküsten, deren Steilufer aus Lockermaterial, wie Sand oder Lehm, oder aus relativ leicht erodierbarem Gestein, wie Tonstein, besteht, bildet sich keine Abrasionsplattform, sondern ein Strand aus.

Trifft die Brandung auf einen Vorsprung einer relativ erosionsbeständigen Felsenkliffküste, bilden sich durch die .

Zudem ist, im Gegensatz zu Küsten mit Kliffen aus Lockermaterial, die mechanische Abrasionswirkung der Brandung nicht der einzige wichtige Mechanismus, der zum Landeinwärtsschreiten der Küstenlinie führt. Annähernd genauso bedeutend sind dort die allgemeinen Mechanismen der Verwitterung.<ref name="lufi79" />

Lebende und tote Kliffe

Als ''lebendes Kliff'' wird ein Abschnitt einer Kliffküste bezeichnet, der aktiv durch das Meer erodiert und rückversetzt wird. Ein ''totes Kliff'' (Ruhekliff) hingegen wird nur noch von sehr hohen Meereswellen oder Sturmfluten erreicht und ist deswegen in erster Linie nur noch der Verwitterung unterworfen. Tote Kliffs können entstehen, wenn durch das Rückschreiten des Kliffs die vorgelagerte Brandungsplattform vor der Steilküste irgendwann so breit wird (rund 1000?m), dass die Wellenenergie nicht mehr ausreicht, das Kliff effektiv zu erodieren. Auch tektonische Hebungen oder ein Absinken des Meeresspiegels können ein Kliff inaktivieren. Ein deutlicher Hinweis auf die geringe Aktivität am toten Kliff ist etwa eine Vegetationsdecke, die sich dank nachlassender Brandung im Kliffbereich erst ausbilden kann.

Bekannte Küsten in Deutschland mit einem lebenden Kliff sind das ''Rote Kliff'' in Kampen auf Sylt oder der Kreidefelsen auf Jasmund. Der Königsstuhl auf Rügen ist ein Beispiel für ein totes Kliff. Weitere finden sich in den Bereichen der heutigen Wattenküste der Nordsee mehrere Kilometer im Landesinneren. Diese zeigen die ehemalige Küstenlinie an, von der das Meer durch Absinken des Nordseepegels immer weiter zurückwich.

Weblinks

Einzelnachweise